Existenzgründung mit einem Onlineshop

Für viele Menschen ist das Internet zu einer Geldquelle geworden. Die Verdienstspannen reichen von einem kleinen Nebenverdienst bis zur vollständigen Selbstständigkeit, von der eine ganze Familie gut leben kann. Das Schlüsselwort ist in diesem Fall der Online-Shop, mit dem sich in der heutigen Zeit Geld verdienen lässt. Doch was muss man bei der Gründung des ersten eigenen Onlineshops beachten? Welche Kosten fallen an und muss der Onlineshop als Unternehmen angemeldet werden? Und wie lässt sich dafür sorgen, dass auch potentielle Kunden darauf aufmerksam werden?  Hier ein kurzer Überblick, der die wichtigsten Fakten rund um die Gründung eines Onlineshops zusammenfasst. 

Meist liegen die Vorteile eines Onlineshops auf der Hand. So können rund um die Uhr, 24h am Tag, Produkte in dem Shop bestellt werden und er spricht Kunden auf der ganzen Welt an. Eine solche Zielgruppe wird mit einem Laden bei weitem nicht erreicht. Die Einsparung der Kosten eines Ladengeschäftes stellt einen zusätzlichen Vorteil der Existenzgründung eines Onlineshops dar.

Bevor jedoch die Onlinefiliale blindlings eröffnet wird, sollten man einige Schritte befolgen, die Ihre Existenzgründung erleichtern und problemlos ablaufen lassen. Zuerst sollte man die Zielgruppe definieren, die vom eigenen Onlineshop angesprochen werden soll. Eckdaten wie Geschlecht, Alter, Preissensibilität, Wohnort, Bildungsstand, Trends und Psyche gehören zu der Definition der Zielgruppe unweigerlich dazu. Erst wenn man die Zielgruppenanalyse durchgeführt hat, kann man allmählich mit der Realisierung der Homepage beginnen, deren Design ganz abhängig von dem Ergebnis der Analyse ist. Ist die Zielgruppe eher jugendlich, so können beispielsweise schrille Farben und flotte Texte verwendet werden.
Ein Onlineshop muss nicht unbedingt kostenfrei sein. Für den Gründer können unterschiedlich hohe Kosten anfallen, je nachdem wie sich der technische Kenntnisstand des Gründers gestaltet und wie viel Zeit er in den Aufbau des Onlineshops investieren kann. So variieren die Kosten für die Existenzgründung mit einem Onlineshop zwischen null und zehntausenden Euro. Die Leistungen, die am meisten Kosten verursachen, sind z. B. die Gestaltung der Logos und Layouts, die Wahl des Shopsystems, Programmierungen oder auch die Rechtsberatung.

Nachdem das Layout des Onlineshops entsprechend der Zielgruppe gestaltet ist, kann der Onlineshop noch nicht eröffnet werden. Davor muss beim Finanzamt eine amtliche Genehmigung eingeholt werden, dass der Laden im Internet eröffnet werden und ein eigenes Unternehmen geführt werden kann, man also selbstständig ist. Man erhält eine Steuernummer vom Finanzamt, die wichtig für die Korrespondenz mit der Behörde ist. Musste man schon vorher eine Einkommenssteuererklärung einreichen, so braucht man keine neue Steuernummer beantragen. Mit der Gründung eines Onlineshops gehört man von nun an der Industrie- und Handelskammer an und muss einige weitere Formalien und Angaben zum neuen Unternehmen abgeben. Dazu gehören z. B. Steuervorauszahlungen und Schätzungen der möglichen Gewinnspanne, die das Unternehmen jährlich abwerfen könnte. Zudem muss die Abgabe der Umsatzsteuer angemeldet werden.

Sind die Formalien geklärt, so kann man sich um die Warenbeschaffung der Güter kümmern, die im Onlineshop angeboten werden. Beim Versand der Produkte sollte dabei beachtet werden, dass sich die Versandkosten in einem moderaten Rahmen bewegen. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass zu den Versandkosten nicht nur das Porto zählt, sondern ebenfalls das Verpackungsmaterial mit eingerechnet wird.
Um den Bekanntheitsgrad des Onlineshop zu erhöhen, kann man nicht nur auf Mundpropaganda hoffen. Deshalb ist es vonnöten, mittels spezieller, für Suchmaschinen optimierter Software den Onlineshop in den Vordergrund zu rücken und bei potentiellen Kunden in den Suchmaschinenergebnissen erscheinen zu lassen. Die ausgewählten Keywords, die den Shop beschreiben, führen bei der Google-Suche der Kunden diese so direkt zum Onlineshop. Auch Werbung über die sozialen Netzwerke wie Facebook und Twitter kann sich bezahlt machen, denn über die Plattformen erreicht man einen weiten Personenkreis, der sich unendlich ausdehnen kann.

Befolgt man die Schritte von der Zielgruppenanalyse, des Gangs zum Finanzamt, der Berechnung der Kosten bis zur Gestaltung des Layouts, der Beschaffung der Waren und der Marketingstrategien für den eigenen Onlineshop, so sollte sich die Existenzgründung als ein voller Erfolg herausstellen, der einen ordentlichen Nebenverdienst abwirft oder sogar zur selbstständigen Tätigkeit ausreicht.

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